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in alten Ansichen ::Strassen und Häuser


Haus in der Werderstrasse
Hier ist das "Rote Haus" abgebildet. Zwischen diesem und der Werderstr. 12a waren auf einer Länge von 300-400m nur Gärten und Grasland! Warum "rotes Haus"? Diese Fragen haben sich die Kinder auch oft gestellt. Sie kamen zu dem Schluss: Das Haus war mit roten Ziegelsteinen erbaut. Basta.



Gustav Müller
In der Werderstr. war auch das Haus von Familie Müller angesiedet. Wer einkaufen ging sagte nicht "ich gehe einkaufen" sondern "ich gehe zu Müller".
In der Gaststätte (linker Eingang) gibt es einen großen Raum, gemütlich rustikal und immer abgedunkelt. Diese Räumlichkeit wurde nur von den "etwas Besseren" besucht.
In der Mitte war ein Kolonialwaren-Geschäft. Die Einkaufsstätte meiner Mutter und allen Leuten, die "Hinter der Bahn" wohnten. Benötigte jemand Brennholz, Kohlen, Koks, Briketts, Teer, Karbolineum und, was äußerst wichtig war Petroleum für die Lampen der mußte auf den Hof gehen, rechts an der Kneipe vorbei. Rechts ist der Eingang zur Kneipe, die ausschließlich von der "ärmeren Bevölkerung", besonders von den Kutschern, die die Zuckerrüben zur Zuckerfabrik fuhren, aufgesucht wurde.



Wiesenweg
Auf dem Bild sind die Eisenbahnhäuser mit den Dienstwohnungen im Wiesenweg prima zu sehen. Wir wohnten Nr. 2! Hinten ganz rechts ist der Wasserturm zu sehen, er speiste die Lokomotiven damit sie wieder Dampf machen konnten. Nur durch einen Bretterzaun war der Weg von den Gleisen der Bahn getrennt. Kam ein Zug vorbei, rüttelte das ganz schön. Man gewöhnt sich an alles. Praust war zweigeteilt. Es gab "Vor der Bahn" und "Hinter der Bahn", demnach lag die Werderstr. hinter der Bahn. Volksmund!



 

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